Sansibar

Letzten Mittwoch haben wir per Schiff die Insel Sansibar erreicht. Die Fahrt ab Dar es Salaam dauerte ca. 2 Stunden.  Unser Wohnmobil konnten wir auf dem letzten Campingplatz für 9 Tage bewacht parken. Unserem Trip nach Sansibar haben sich spontan Monika und Manfred aus Augsburg angeschlossen. Die beiden hatten wir auf dem Campingplatz kennengelernt. Sie sind mit Ihrem Iveco Daily 4×4 auch schon längere Zeit in Afrika unterwegs. Zunächst haben wir 2 Nächte in Stonetown verbracht. Die Hauptstadt Sansibars war in früheren Jahrhunderten ein wahrer Schmelztiegel. Arabische, afrikanische, indische und durch die Kolonialzeit auch westliche Einflüsse ergeben ein einzigartiges, exotisches Potpourri. Der Name Stone Town stammt aus der Zeit, als Araber hier Häuser aus Korallensteinen errichteten. Daneben prunken Kolonialbauten. Die Kirche erinnert an ein dunkles Kapitel in Sansibars Geschichte: Sie steht an der Stelle des ehemaligen zentralen Sklavenmarktes. Erst 1873 wurde der Sklavenhandel eingestellt. Wer glaubt, dass seitdem der Sklavenhandel ausgerottet ist, der irrt. In der heutigen Zeit gibt es weltweit mehr Sklaven als damals. Die Länder die dabei besonders auffällig sind: Russland, China, Indien, Indonesien, Thailand, Congo, Nigeria, Pakistan, Bangladesch und Usbekistan.

Das Labyrinth der Gassen von Stone Town selbst ist einen Besuch wert und seit dem Jahr 2000 UNESCO Weltkulturerbe. Es gibt viele nette Hotels, Restaurants und Läden. Nach Ankunft am Hafen fühlten wir uns ein bisschen wie in Havanna auf Kuba. Die Inselgruppe Sansibar ist ein halbautonomer Teilstaat Tansanias und liegt etwa 30 Kilometer vor der Küste Ostafrikas. Auf der Hauptinsel Unguja und der nördlich gelegenen Insel Pemba leben insgesamt etwa 1,1 Million Menschen. Bei Ankunft haben wir einen extra Einreisestempel bekommen, obwohl es sich offiziell um Tansania handelt. Die Verlängerung des einen misslungenen Visums konnten wir erfreulicherweise in 10 Minuten „easy“ erledigen. 

Sansibar stellt eine Besonderheit des afrikanischen Kontinents dar. Die Insel, etwa halb so groß wie Mallorca und 35 Kilometer vor der Küste von Tansania, war einst Sultanat und im 19. Jahrhundert bedeutender Umschlagplatz für Sklaven und Elfenbein. Außerdem war sie das Einfallstor für Entdecker ins Hinterland Ost- und Zentralafrikas. Und dann eben die Gewürze: Im 19. Jahrhundert stammten rund 90 Prozent aller weltweit gehandelten Nelken von der Insel.

Der Name Zanzibar leitet sich vermutlich vom arabischen „Zayn za `l bar“ „Schön ist die Insel ab“. Heute bezeichnet er einerseits die Insel selbst, die bei den Einheimischen Unguja heißt, sowie auch den Teilstaat von Tansania, der aus eben dieser Insel Unguja und einigen kleineren Nachbarn, unter anderem der Insel Pemba besteht. Nach zwei Tagen Stonetown, was uns wirklich sehr gut gefallen hat, sind wir nach Jambiani in das Blue Oyster Strandhotel gefahren. Das familiäre Hotel unter deutscher Leitung hat nur 18 Zimmer und lädt zum Entspannen ein. Hier werden wir bis zum 2. Dezember bleiben und das Strandleben genießen. Danach gehts dann zurück auf s Festland. 


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